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Von Geburtswissen zu Körperwissen

  • vor 11 Minuten
  • 4 Min. Lesezeit

Wie aus Wissen Vertrauen & aus Theorie Erfahrung werden kann.


Du wirst dich informieren. Du wirst Geburtspositionen kennenlernen, Atemtechniken üben, dich mit verschiedenen Geburtsverläufen auseinandersetzen und vielleicht einen Geburtsplan schreiben. Du wirst Wissen sammeln, Fragen stellen und versuchen, dich so gut wie möglich auf das vorzubereiten, was vor dir liegt. Und trotzdem wird deine Geburt ihre ganz eigene Geschichte schreiben und damit meine ich nicht, dass etwas schiefgehen wird oder alles ganz anders kommt, als du es dir vorgestellt hast. Ich meine: Vielleicht wird sie länger oder kürzer dauern als gedacht. Vielleicht wirst du andere Positionen einnehmen wollen, anders auf die Wehen reagieren oder während der Geburt merken, dass du etwas ganz anderes brauchst als vorher gedacht. Und das ist logisch, denn Geburt ist nicht vollständig planbar. Jede Geburt entsteht aus ihrem eigenen Zusammenspiel von dir, deinem Körper, der Situation und den Menschen, die dich begleiten.


Wissen ist der Anfang – Körperwissen geht einen Schritt weiter

Wenn du also nicht vorher wissen kannst, wie sich deine Geburt entwickeln wird, sollte es also vor der Geburt nicht nur darum gehen, möglichst viel über Geburt zu wissen oder zu lesen, sondern darum, deinen eigenen Körper kennenzulernen und das Wissen auf deinen Körper oder vor allem Körperwahrnehmung übertragen zu können.


Ganz simpel: Sicherlich weißt du schon, dass Bewegung während der Geburt unterstützen kann. Du kennst vielleicht bereits verschiedene Geburtspositionen, hast schon einmal von der Verbindung zwischen Atmung und Beckenboden gehört und weißt, dass dein Becken sich unter der Geburt anpassen kann.


Genau dieses Wissen ist ein wichtiger Teil von BODY OF BIRTH, aber wir gehen noch einen Schritt weiter: Wir holen es aus der Theorie in deinen Körper. 

Denn zu wissen, dass Bewegung helfen kann, ist etwas anderes, als zu spüren, welche Bewegung deinem Körper tatsächlich Raum gibt. Zu wissen, dass Atmung und Beckenboden miteinander verbunden sind, ist etwas anderes, als diese Verbindung selbst wahrzunehmen und sie unter der Geburt nutzen zu können. Wie fühlt sich all das in deinem eigenen Körper an? Wie verändert sich dein Atem, wenn es intensiver wird? Welche Bewegung gibt deinem Körper Raum – nicht nur theoretisch, sondern praktisch? Was hilft dir, Spannung loszulassen? Woran erkennst du überhaupt, dass du Spannung hältst? Wie fühlt sich Druck für dich an? Und welche Position fühlt sich für dich befreiend, sicher oder vielleicht eher „getrennt“ von deinem Körper an? Genau hier wird aus Geburtswissen Körperwissen.


BODY OF BIRTH läuft über 4 Wochen - 4 Einheiten

Ich habe mich ganz bewusst gegen einen einmaligen WORKSHOP entschieden, den du in einem halben Tag „durchmachst“ und danach abhaken kannst. Denn wirkliches Körperwissen entsteht durch Wiederholung, Erfahrung und Wahrnehmung. Und genau deshalb solltest du damit auch nicht erst kurz vor der Geburt beginnen. BODY OF BIRTH kann eine wunderbare Ergänzung zu und auch bereits vor deinem klassischen Geburtsvorbereitungskurs sein: Während du dort wichtiges Wissen rund um Geburt und Geburtsverlauf bekommst, geht es bei BODY OF BIRTH darum, dieses Wissen mit deinem eigenen Körper zu verbinden – durch Spüren, Ausprobieren, Wiederholen und Erfahren.

Über vier Wochen lernst du deinen gebärenden Körper Schritt für Schritt besser kennen. Du probierst Bewegungen und Übungen aus und bekommst Raum, sie immer wieder in deinen Alltag einzubauen. Vielleicht machst du eine Übung an einem Tag und denkst: Okay, so fühlt sich das an. Ein paar Tage später bemerkst du etwas ganz anderes. Vielleicht spürst du eine Bewegung deutlicher, entdeckst Spannung oder findest eine Position, die dir besonders viel Raum gibt. Genau dieses wiederholte Erleben macht Körperwissen vertraut. Und je vertrauter es wird, desto leichter kannst du während der Geburt darauf zurückgreifen. Und dieses Körperwissen endet nicht mit eurer Geburt. Die Fähigkeit, deinen Körper wahrzunehmen und seine Signale, Grenzen, Veränderungen und Bedürfnisse besser einzuordnen, kann und wird dich auch im Wochenbett und darüber hinaus begleiten. Gut, oder?!


So wird aus Geburtswissen gelebtes und verkörpertes Körperwissen.


Und genau dieses Körperwissen wird in der Geburt zu einer wichtigen Grundlage für Teamwork – zwischen dir und deinem Körper und zwischen dir, deiner Hebamme oder Doula und deinem ärztlichen Team. Je besser du deinen eigenen Körper kennst, desto leichter kannst du beschreiben, was du wahrnimmst und was du gerade brauchst. Du kannst Fragen stellen, Möglichkeiten besprechen, Unterstützung annehmen und gemeinsam Entscheidungen treffen. Denn Körperwissen bedeutet nicht, alles selbst wissen oder können zu müssen. Es gibt dir vielmehr eine Grundlage, dich mitzuteilen, Entscheidungen mitzutragen und Unterstützung dort anzunehmen, wo du sie brauchst.


Zusammengefasst: BODY OF BIRTH verbindet Wissen rund um die Geburt mit Bewegung und Körperwahrnehmung.


Es geht dabei nicht um das Vertrauen, dass deine Geburt genau so ablaufen wird, wie du sie geplant hast, sondern um das Vertrauen, dass du deinen Körper kennenlernst, unterschiedliche Möglichkeiten hast und dich gemeinsam mit deinem Geburtsteam durch diesen Prozess bewegen kannst.



4 Einheiten immer am Montag von 19:30–20:15 Uhr. Jede Einheit wird aufgezeichnet, sodass du sie auch später noch nachholen oder wiederholen kannst. Dazu bekommst du begleitendes Infomaterial und ein kleines Workbook, das dich durch die vier Wochen begleitet.


Liebste Grüße,

Leena

 
 
 

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